E-Scooter 25 km/h: Welche Modelle dürfen Sie in Deutschland fahren?

E-Scooter 25 km/h: Welche Modelle dürfen Sie in Deutschland fahren?

Kurzantwort: Ein E-Scooter mit 25 km/h kann zwar für Privatgelände oder Märkte mit anderen Geschwindigkeitsregeln interessant sein, ist in dieser Ausführung in Deutschland jedoch nicht als Elektrokleinstfahrzeug nach eKFV für den öffentlichen Straßenverkehr vorgesehen. Die eKFV erfasst Elektrokleinstfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h bis maximal 20 km/h. Wer auf öffentlichen Straßen und Radwegen fahren möchte, sollte deshalb gezielt eine deutsche 20-km/h-Version mit entsprechender Betriebserlaubnis und Versicherungsplakette wählen.

Teil 1: E-Scooter mit 25 km/h im Modellüberblick

Wer nach einem E Roller 25 km h sucht, sollte vor dem Kauf zuerst zwischen internationaler 25-km/h-Version und deutscher 20-km/h-Version unterscheiden. Einige Hersteller bieten technisch ähnliche Modelle in beiden Varianten an, doch die zulässige Nutzung in Deutschland kann sich grundlegend unterscheiden.

1. VMAX VX2 Extreme 25 km/h – schnelle Version ohne deutsche Straßenzulassung

Der VMAX VX2 Extreme wird vom Hersteller sowohl als 20-km/h- als auch als 25-km/h-Version angeboten. Für Käufer in Deutschland ist dieser Unterschied entscheidend: Laut VMAX besitzt ausschließlich die 20-km/h-Version eine deutsche Straßenzulassung, während die 25-km/h-Variante ausdrücklich ohne Straßenzulassung angeboten wird.

Wer den VX2 Extreme auf öffentlichen Straßen nutzen möchte, sollte daher die 20-km/h-Version wählen. Die 25-km/h-Version eignet sich in Deutschland dagegen nur für Bereiche, auf denen die straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für den öffentlichen Verkehr nicht gelten, beispielsweise entsprechend abgegrenztes Privatgelände mit Zustimmung des Eigentümers.

2. VMAX NEW VX4 25 km/h – komfortorientierte Version für Privatgelände

Auch beim VMAX NEW VX4 muss die Geschwindigkeitsvariante vor dem Kauf genau geprüft werden. Eine internationale oder auf 25 km/h ausgelegte Version darf nicht automatisch mit der für Deutschland vorgesehenen Modellversion gleichgesetzt werden.

Für Käufer, die gezielt nach einem leistungs- und komfortorientierten Scooter für Privatgelände suchen, kann eine 25-km/h-Version interessant sein. Soll der Scooter dagegen für den täglichen Weg zur Arbeit, Radwege oder öffentliche Straßen in Deutschland eingesetzt werden, ist eine entsprechend genehmigte deutsche Ausführung die relevante Wahl.

3. Egret Unit 25 km/h – in Deutschland nur abseits öffentlicher Straßen

Beim Egret Unit macht der Hersteller die Unterscheidung besonders deutlich: Die internationale Version erreicht 25 km/h, besitzt in Deutschland jedoch keine Straßenzulassung. Egret weist darauf hin, dass diese Ausführung hier ausschließlich auf Privatgelände genutzt werden darf.

Daneben gibt es eine 20-km/h-Version des Egret Unit mit eKFV-Straßenzulassung. Wer das Modell in Deutschland als reguläres Alltags- oder Pendelfahrzeug verwenden möchte, sollte deshalb die 20-km/h-Ausführung wählen und nicht allein anhand der höheren Geschwindigkeit entscheiden.

4. NAVEE ST3 Pro 20 km/h – ABE-Alternative für den öffentlichen Straßenverkehr

Der NAVEE ST3 Pro zeigt die andere Seite des Vergleichs: Für Nutzer, die in Deutschland legal im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs sein möchten, ist eine entsprechende 20-km/h-Version die sinnvollere Alternative zu einem nicht zugelassenen 25-km/h-Scooter.

NAVEE ST3 Pro E-Scooter mit 20 km/h für Deutschland

Der ST3 Pro erreicht in der deutschen Ausführung 20 km/h, bietet eine Herstellerreichweite von bis zu 75 km und ist für eine maximale Zuladung von 120 kg ausgelegt. Damit richtet er sich eher an Nutzer, die Reichweite und Fahrkomfort mit einer für Deutschland vorgesehenen Ausführung kombinieren möchten, statt möglichst hohe Endgeschwindigkeit zu priorisieren.

Parameter NAVEE ST3 Pro
Höchstgeschwindigkeit 20 km/h
Reichweite bis zu 75 km
Maximale Zuladung 120 kg

Teil 2: 25-km/h-Modelle und deutsche 20-km/h-Alternative im Vergleich

Bei einem Elektroroller mit 25 km/h ist die höhere Höchstgeschwindigkeit nur ein Teil der Kaufentscheidung. Für Nutzer in Deutschland ist wesentlich wichtiger, ob die konkrete Ausführung für den vorgesehenen Einsatz zugelassen ist. Zwei optisch nahezu identische Scooter können aufgrund ihrer Geschwindigkeitskonfiguration unterschiedliche Genehmigungs- und Nutzungsmöglichkeiten haben.

1. Geschwindigkeit, Modellversion, Einsatzbereich und Zulassungsstatus

25-km/h-Versionen richten sich häufig an internationale Märkte oder an Nutzer, die das Fahrzeug außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs einsetzen. Eine deutsche 20-km/h-Version kann dagegen die Voraussetzungen der eKFV erfüllen und mit entsprechender Betriebserlaubnis für öffentliche Verkehrsflächen vorgesehen sein.

Modell Version Nutzung in Deutschland
VMAX VX2 Extreme 25 km/h Keine deutsche Straßenzulassung
VMAX NEW VX4 25-km/h-Version Konkrete Version prüfen; nicht als deutsche 20-km/h-Version behandeln
Egret Unit 25 km/h In Deutschland nur auf Privatgelände
NAVEE ST3 Pro 20 km/h Deutschland-Version Für den öffentlichen Straßenverkehr vorgesehene Alternative

2. Welche Option passt zu Privatgelände oder öffentlichem Straßenverkehr?

Wer ausschließlich auf geeignetem Privatgelände fährt und bewusst eine 25-km/h-Version sucht, kann Modelle wie den VMAX VX2 Extreme 25 km/h oder Egret Unit 25 km/h berücksichtigen. Vor der Nutzung sollte trotzdem geklärt werden, ob die Fläche tatsächlich privat und nicht öffentlich zugänglich ist und der Eigentümer die Nutzung erlaubt.

Für Pendler und andere Nutzer, die öffentliche Straßen oder Radwege verwenden möchten, ist dagegen eine deutsche eKFV-konforme 20-km/h-Version die deutlich naheliegendere Wahl. Hier zählen Betriebserlaubnis, Versicherung und zulässige Fahrzeugversion mehr als zusätzliche 5 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Teil 3: Warum sind E-Scooter mit 25 km/h in Deutschland nicht regulär straßenzugelassen?

Die Ursache liegt nicht darin, dass 25 km/h generell eine „gefährliche“ Geschwindigkeit wären. Entscheidend ist vielmehr die rechtliche Fahrzeugdefinition der deutschen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Ein klassischer E-Scooter muss innerhalb dieser Vorgaben liegen, wenn er als Elektrokleinstfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden soll.

1. Die 20-km/h-Grenze der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung

Nach § 1 eKFV liegt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit eines Elektrokleinstfahrzeugs bei mehr als 6 km/h und höchstens 20 km/h. Eine reguläre 25-km/h-Ausführung fällt damit nicht unter diese Fahrzeugdefinition.

Die häufige Suchanfrage „E Scooter mit Straßenzulassung 25 km h“ führt deshalb in Deutschland zu einem wichtigen Missverständnis: Ein typischer E-Scooter mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erhält nicht einfach dieselbe eKFV-Zulassung wie eine entsprechende 20-km/h-Version.

2. Warum eine EU- oder Österreich-Version keine deutsche Betriebserlaubnis ersetzt

E-Scooter-Regeln sind innerhalb Europas nicht vollständig vereinheitlicht. Ein Modell, das beispielsweise für Österreich oder einen anderen EU-Markt mit 25 km/h angeboten wird, ist deshalb nicht automatisch für deutsche öffentliche Straßen zugelassen.

Für Deutschland muss die konkrete Fahrzeugversion die hier geltenden Voraussetzungen erfüllen. Eine CE-Kennzeichnung oder die Tatsache, dass ein Scooter innerhalb der EU verkauft wird, ersetzt keine für die deutsche Nutzung erforderliche Betriebserlaubnis oder entsprechende Fahrzeugdokumentation.

Teil 4: 20 km/h oder 25 km/h: Was ändert sich im Alltag?

Auf dem Datenblatt wirken 25 km/h gegenüber 20 km/h wie ein deutlicher Unterschied. Im tatsächlichen Stadtverkehr hängt der Nutzen jedoch stark von Streckenlänge, Ampeln, Kreuzungen, Verkehr und Fahrbahn ab.

1. Zeitgewinn auf kurzen Strecken realistisch einordnen

Unter idealisierten Bedingungen benötigt man für fünf Kilometer bei konstant 20 km/h rund 15 Minuten. Bei konstant 25 km/h wären es etwa 12 Minuten. Der theoretische Unterschied beträgt somit nur ungefähr drei Minuten.

Im Stadtverkehr fällt der reale Zeitgewinn häufig noch kleiner aus, weil Ampeln, Kreuzungen, Abbiegevorgänge und andere Verkehrsteilnehmer die Durchschnittsgeschwindigkeit reduzieren. Für Pendler können daher Reichweite, zuverlässiges Fahrverhalten und legaler Straßeneinsatz wichtiger sein als die zusätzlichen 5 km/h.

2. Bremsweg, Fahrumgebung und Schutzkleidung berücksichtigen

Mit steigender Geschwindigkeit nimmt auch die Strecke zu, die während Reaktions- und Bremsvorgängen benötigt wird. Wie lang der tatsächliche Bremsweg ausfällt, hängt unter anderem von Bremssystem, Reifen, Untergrund, Fahrergewicht, Wetter und Reaktionszeit ab.

Unabhängig von der maximalen Geschwindigkeit sollte deshalb vorausschauend gefahren werden. Auf nassem Asphalt, Kopfsteinpflaster, Gefällestrecken oder dichtem Verkehr ist eine angepasste Geschwindigkeit wichtiger als das Ausfahren der technischen Höchstgeschwindigkeit. Ein geeigneter Helm ist ebenfalls sinnvoll, auch wenn für reguläre E-Scooter keine allgemeine Helmpflicht besteht.

Teil 5: Worauf sollten Käufer bei unterschiedlichen Modellversionen achten?

Bei Modellen, die sowohl in 20- als auch in 25-km/h-Ausführung angeboten werden, reicht der Produktname allein nicht zur Identifikation aus. Käufer sollten deshalb immer prüfen, welche konkrete Version bestellt und geliefert wird.

1. Typenschild, Datenbestätigung und Betriebserlaubnis prüfen

Bei einer für Deutschland vorgesehenen Version sollten Fahrzeugkennzeichnung und zugehörige Unterlagen zur gelieferten Ausführung passen. Besonders relevant sind unter anderem Hersteller, Fahrzeugtyp, Fahrzeug-Identifizierungsnummer beziehungsweise die vorgeschriebenen Identifikationsmerkmale und die Genehmigungsinformationen.

Wer den Scooter im öffentlichen Straßenverkehr einsetzen möchte, sollte diese Angaben bereits vor dem Kauf prüfen und die Fahrzeugdokumente nach Lieferung sorgfältig aufbewahren.

2. Händlerangaben, App-Einstellungen und Tuning klar unterscheiden

Eine offiziell angebotene 20-km/h-Version ist nicht dasselbe wie ein 25-km/h-Scooter, der nachträglich über eine App oder andere technische Maßnahmen auf 20 km/h eingestellt wird. Für die rechtliche Einordnung zählt nicht allein die aktuell im Display angezeigte Geschwindigkeit, sondern die genehmigte Fahrzeugausführung.

Auch eine nachträgliche Veränderung der Geschwindigkeitsbegrenzung eines zugelassenen Scooters sollte nicht mit einer vom Hersteller freigegebenen Fahrstufe verwechselt werden. Technische Manipulationen können Auswirkungen auf die Betriebserlaubnis und den Versicherungsschutz haben.

3. Versicherungsschutz vor der ersten Fahrt klären

Ein für den öffentlichen Straßenverkehr vorgesehener E-Scooter benötigt in Deutschland eine gültige Haftpflichtversicherung und das entsprechende Versicherungskennzeichen beziehungsweise die Versicherungsplakette. Erst die vorhandene Betriebserlaubnis allein macht den Scooter daher noch nicht vollständig startklar für die öffentliche Straße.

Wer eine 25-km/h-Version ohne deutsche Straßenzulassung kauft, sollte nicht davon ausgehen, dass sich dieses Problem allein durch den Abschluss einer normalen E-Scooter-Versicherung lösen lässt. Hersteller wie VMAX weisen bei ihren 25-km/h-Ausführungen ausdrücklich darauf hin, dass für diese Versionen keine entsprechende deutsche Zulassung beziehungsweise Versicherung möglich ist.

Gefalteter NAVEE E-Scooter für Transport und Alltag

Teil 6: Legale Alternativen für Pendeln und Stadtverkehr

Für Pendler ist die höchste Geschwindigkeit nur eines von mehreren Auswahlkriterien. Ein gut abgestimmtes 20-km/h-Modell kann im täglichen Einsatz praktischer sein als ein schnellerer Scooter, der auf öffentlichen Verkehrsflächen nicht genutzt werden darf.

1. Reichweite, Komfort und Fahrwerk statt Höchstgeschwindigkeit priorisieren

Wer täglich längere Strecken fährt, sollte zunächst die benötigte reale Reichweite bestimmen. Hinzu kommen Reifen, Federung, Bremsen, Fahrergewicht, Zuladung und das Eigengewicht des Scooters.

Auf schlechten Radwegen kann beispielsweise eine gute Federung mehr zur Alltagstauglichkeit beitragen als eine um 5 km/h höhere Höchstgeschwindigkeit. Wer den Scooter regelmäßig in den Kofferraum hebt oder Treppen tragen muss, sollte außerdem das Fahrzeuggewicht berücksichtigen.

2. Wann ein 20-km/h-Modell die sinnvollere Wahl ist

Ein 20-km/h-Modell ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Scooter regelmäßig für Arbeitswege, Einkäufe oder andere Strecken im öffentlichen Verkehrsraum eingesetzt werden soll. Modelle wie der NAVEE ST3 Pro verbinden die für den deutschen Markt vorgesehene Geschwindigkeitskonfiguration mit Eigenschaften wie größerer Reichweite und einem komfortorientierten Fahrwerk.

Wer zwischen einer 20- und einer 25-km/h-Version desselben Modells schwankt, sollte sich daher zuerst fragen, wo gefahren wird. Für öffentliche Wege in Deutschland ist die zulässige Fahrzeugversion wichtiger als der theoretische Geschwindigkeitsvorteil.

Teil 7: Was ist bei Nutzung und Transport zusätzlich zu beachten?

Neben Geschwindigkeit und Zulassung beeinflusst auch der tatsächliche Nutzungskontext die Kaufentscheidung. Privatgelände, öffentliche Verkehrsmittel und technische Veränderungen bringen jeweils unterschiedliche Anforderungen mit sich.

1. 25-km/h-E-Scooter auf Privatgelände nutzen

Ein nicht für den deutschen Straßenverkehr zugelassener 25-km/h-E-Scooter kann auf geeignetem Privatgelände genutzt werden, sofern die Fläche nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet oder tatsächlich öffentlich zugänglich ist und der Eigentümer die Nutzung gestattet.

„Privatgelände“ sollte deshalb nicht pauschal mit jedem Parkplatz, Firmengelände oder privaten Weg gleichgesetzt werden. Entscheidend ist im Einzelfall, ob die Fläche verkehrsrechtlich als öffentlicher Verkehrsraum gilt.

2. E-Scooter in Bahn und Auto transportieren

Für den Transport im Auto sind vor allem Faltmaß, Eigengewicht und ein sicherer Halt während der Fahrt relevant. Ein kompakter Scooter lässt sich einfacher im Kofferraum verstauen, während schwere Langstreckenmodelle beim regelmäßigen Be- und Entladen unpraktischer sein können.

Bei Bahn, Bus oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln gelten die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Verkehrsunternehmens. Diese können sich hinsichtlich Größe, Faltzustand, Stoßzeiten oder Mitnahme von Fahrzeugen unterscheiden. Wer den Scooter regelmäßig mit der Bahn kombiniert, sollte diese Regeln vor dem Kauf prüfen.

3. Folgen technischer Veränderungen an der Höchstgeschwindigkeit

Wird ein zugelassener 20-km/h-E-Scooter technisch so verändert, dass seine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit steigt, kann die genehmigte Fahrzeugkonfiguration nicht mehr gegeben sein. Das kann Auswirkungen auf die Betriebserlaubnis und den Versicherungsschutz haben.

Deshalb sollte man zwischen normalen, vom Hersteller vorgesehenen Fahrmodi und echtem Tuning unterscheiden. Wer ein für Deutschland zugelassenes Fahrzeug benötigt, sollte keine Veränderungen vornehmen, die dessen genehmigte technische Eigenschaften verändern.

Teil 8: Häufige Fragen zu E-Scootern mit 25 km/h

1. Darf ein E-Scooter mit 25 km/h auf deutschen Radwegen fahren?

Ein klassischer E-Scooter mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h fällt nicht unter die eKFV-Definition eines Elektrokleinstfahrzeugs mit maximal 20 km/h. Eine normale internationale 25-km/h-Version darf daher nicht einfach wie ein zugelassener deutscher E-Scooter auf öffentlichen Radwegen gefahren werden.

Wer öffentliche Radwege nutzen möchte, sollte eine für Deutschland zugelassene Fahrzeugversion wählen und die dazugehörigen Versicherungsanforderungen erfüllen.

2. Gibt es E-Scooter mit Straßenzulassung und 25 km/h?

Für klassische E-Scooter nach der deutschen eKFV liegt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bei maximal 20 km/h. Ein typischer 25-km/h-E-Scooter erhält daher nicht dieselbe eKFV-Betriebserlaubnis wie eine entsprechende deutsche 20-km/h-Version.

Hersteller bieten teilweise dasselbe Grundmodell in einer deutschen 20-km/h- und einer internationalen 25-km/h-Version an. VMAX kennzeichnet beispielsweise die 25-km/h-Version des VX2 Extreme ausdrücklich als Variante ohne deutsche Straßenzulassung; Egret macht beim Unit dieselbe Unterscheidung.

3. Reicht eine EU-Konformitätserklärung für Deutschland aus?

Nein. Eine EU-Konformitätserklärung beziehungsweise CE-Kennzeichnung bestätigt nicht automatisch, dass ein E-Scooter als Elektrokleinstfahrzeug auf deutschen öffentlichen Straßen gefahren werden darf.

Für die Straßennutzung muss die konkrete Ausführung die deutschen Anforderungen erfüllen und über die dafür erforderliche Genehmigung beziehungsweise Betriebserlaubnis verfügen. Deshalb kann ein innerhalb der EU regulär verkauftes 25-km/h-Modell trotzdem für den deutschen öffentlichen Straßenverkehr ungeeignet sein.

4. Kann eine 25-km/h-Version auf 20 km/h begrenzt werden?

Eine einfache Begrenzung über einen Fahrmodus oder eine App macht aus einer ursprünglich nicht zulassungsfähigen 25-km/h-Version nicht automatisch eine deutsche eKFV-Version. Relevant ist die genehmigte Fahrzeugkonfiguration und nicht nur die momentan eingestellte Fahrgeschwindigkeit.

Bei VMAX wird beispielsweise ausdrücklich zwischen 20-km/h- und 25-km/h-Versionen unterschieden. Nach Herstellerangaben kann eine 25-km/h-Ausführung nicht nachträglich durch bloßes Umschalten in eine deutsche zulassungsfähige Variante verwandelt werden. Auch Egret trennt internationale 25-km/h- und deutsche 20-km/h-Konfigurationen.

5. Welche Unterlagen braucht ein legaler E-Scooter in Deutschland?

Für einen regulären E-Scooter im deutschen öffentlichen Straßenverkehr ist zunächst eine für Deutschland genehmigte Fahrzeugversion erforderlich. Käufer sollten darauf achten, dass die vorgeschriebenen Fahrzeugkennzeichnungen und die zur Version gehörenden Hersteller- beziehungsweise Genehmigungsunterlagen vorhanden sind.

Zusätzlich muss für die Nutzung im öffentlichen Verkehr eine gültige Haftpflichtversicherung abgeschlossen und die aktuelle Versicherungsplakette am Fahrzeug angebracht sein. Wer unsicher ist, sollte bereits vor dem Kauf prüfen, ob genau die angebotene Modellvariante für Deutschland vorgesehen ist.

NAVEE E-Scooter für Pendeln und Stadtverkehr in Deutschland

Teil 9: Fazit: Höchstgeschwindigkeit und Straßenzulassung getrennt bewerten

Ein E-Scooter mit 25 km/h kann auf dem Datenblatt attraktiver wirken als ein auf 20 km/h begrenztes Modell. Für Käufer in Deutschland sollte die Entscheidung jedoch zuerst vom vorgesehenen Einsatz abhängen. Wer ausschließlich auf geeignetem Privatgelände fährt, kann eine internationale 25-km/h-Version berücksichtigen. Wer dagegen Radwege und öffentliche Straßen nutzen möchte, sollte gezielt nach einer für Deutschland vorgesehenen 20-km/h-Version mit den erforderlichen Genehmigungsunterlagen suchen.

Die zusätzlichen 5 km/h sollten deshalb nicht das wichtigste Kaufkriterium sein. Für den Alltag sind eine passende Reichweite, zuverlässige Bremsen, Federung, Reifen, Zuladung, Transportgewicht und vor allem die korrekte Fahrzeugversion häufig entscheidender. Aktuelle für den deutschen Markt angebotene Modelle finden Sie in der NAVEE E-Scooter-Kollektion.

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