Bei einem E-Scooter zählen nicht nur Reichweite, Leistung und Fahrkomfort. Auch die langfristige Stabilität von Rahmen, Klappmechanismus, Lenker und Federung spielt eine wichtige Rolle für die Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz.
Der NAVEE N65i II hat einen von TÜV Rheinland durchgeführten dynamischen Ermüdungstest erfolgreich bestanden. Der Test orientierte sich an EN 17128:2020, Clause 12.4 und untersuchte insbesondere, wie sich zentrale mechanische Bauteile unter wiederholter Belastung und kontinuierlichen Stößen verhalten. Das abschließende Testergebnis lautete „Pass“.
Was ist TÜV Rheinland?
TÜV Rheinland ist eine international tätige unabhängige Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsorganisation. Das Unternehmen prüft Produkte und technische Systeme in zahlreichen Bereichen, darunter Mobilität, Industrie und Konsumgüter.

Bei E-Scootern ermöglichen unabhängige Prüfungen eine standardisierte Bewertung von struktureller Festigkeit, mechanischer Belastbarkeit und Dauerhaltbarkeit. Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Produkt einer einmaligen Belastung standhält, sondern auch darum, wie sich wichtige Komponenten unter wiederholten Belastungen über einen längeren Zeitraum verhalten.
Warum ist ein dynamischer Ermüdungstest wichtig?
Im Alltag ist ein E-Scooter ständig wechselnden Belastungen ausgesetzt. Straßenunebenheiten, Fugen, kleinere Hindernisse und wiederholte Vibrationen übertragen Kräfte auf den Rahmen, den Lenker, den Klappmechanismus und das Federungssystem.
Ein dynamischer Ermüdungstest simuliert genau solche wiederholten Belastungen unter kontrollierten Bedingungen. Ziel ist es zu überprüfen, ob die zentralen mechanischen Strukturen auch nach einer hohen Anzahl von Belastungszyklen ihre Stabilität und Funktionsfähigkeit beibehalten.
Wie wurde der NAVEE N65i II getestet?
Der Test des NAVEE N65i II wurde in Anlehnung an EN 17128:2020, Clause 12.4 durchgeführt.
Während der Prüfung wurde eine Masse von 120 kg mittig auf der freien Fläche des Trittbretts platziert. Zusätzlich wurde der Lenker in maximal ausgezogener Position mit insgesamt 30 kg belastet, jeweils 15 kg auf jeder Seite.

Anschließend durchlief der E-Scooter mehrere Testphasen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Hindernishöhen. Dabei wurden Geschwindigkeiten von 11 km/h, 20 km/h, 9 km/h und 5 km/h sowie Erhöhungen zwischen 15 und 25 mm eingesetzt.
Insgesamt absolvierte der N65i II 512.000 Stoßzyklen. Auf diese Weise wurden Rahmen, Lenker, Klappmechanismus und Federung über einen längeren Zeitraum wiederholt mechanisch belastet.
Was war das Ergebnis?
Nach Abschluss des dynamischen Ermüdungstests blieben die zentralen Strukturen des NAVEE N65i II intakt.
- Keine sichtbaren Risse oder Brüche am Klappmechanismus, Steuerrohr oder an der Lenkerbaugruppe
- Keine sichtbaren Risse oder Brüche an Teilen des Rahmens
- Keine Trennung von Komponenten des Federungssystems
- Keine signifikanten Spielräume festgestellt
- Keine sichtbaren Lockerungen, Risse, Brüche oder starken Verformungen an mechanischen Strukturbauteilen
- Alle Funktionen des Testmusters arbeiteten auch nach dem Test weiterhin normal
Damit hat der NAVEE N65i II den dynamischen Ermüdungstest erfolgreich bestanden.
Vom Labortest zum täglichen Einsatz
Die Hunderttausenden Belastungszyklen im Test stehen sinnbildlich für die wiederholten Stöße und Vibrationen, denen ein E-Scooter im täglichen Einsatz ausgesetzt sein kann.
Das Testergebnis zeigt, dass wichtige Komponenten des N65i II – darunter Rahmen, Klappmechanismus, Lenker und Federung – unter den definierten hohen Belastungs- und Ermüdungsbedingungen eine stabile strukturelle Performance gezeigt haben.
Für NAVEE ist diese Art der Prüfung Teil eines kontinuierlichen Fokus auf Produktzuverlässigkeit: Entscheidend ist nicht nur, wie ein E-Scooter bei der ersten Fahrt performt, sondern auch, wie zuverlässig seine zentralen mechanischen Strukturen bei langfristiger Nutzung bleiben.
















































